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Zivilgesellschaft: ein Erfolgsrezept?

Image by zoomself via Flickr
In einem Beitrag für die anthroposophischen Kulturzeitschrift "Die Drei" habe ich mich im vergangenen April genauer mit dem Thema moderner Zivilgesellschaft befasst.
Rudolf Steiner gilt zum einen als Begründer der anthroposophischen Bewegung und Forschung, doch auch als Initiator der Idee der "Dreigliederung des sozialen Organismus". Die Dreigliederung ergänzt das bekannte gesellschaftswissenschaftliche Konzept der Trilektik um einen organischen, individualistisch orientierten Ansatz, der vor allem auf die Freiheits- und Dialogfähigkeiten des Einzelnen statt sozialplanerischer Instrumentarien baut. Das Konzept stellt der ständig drohenden Polarisierung starker Kräfte aus Gesellschaft, Wirtschaft und Rechtssphäre im Staat einen Ansatz einer Konfliktregelung durch "Multi-Stakeholder-Dialoge" gegenüber. Im Rahmen gleichberechtigter Diskurse streben alle Betroffenen einer Maßnahme eine Einigung in wesentlich mehr und wesentlich umfassenderen Bereichen an, als dies heute allgemein üblich ist.
Das Konzept schafft so Raum für jenen kreativen Kern sozialen Miteinanders, der in der modernen Sozialplanung im Vertrauen auf die zweifelhafte Sicherheit von Indikatoren und Metriken weitgehend verloren gegangen ist. So bietet die Dreigliederung interessante Denkansätze für ein wesentlich gleichberechtigteres Miteinander von Bürgergesellschaft, Exekutive und Judikative im Rahmen von wirtschaftlichem, sozialem und geistigem Leben.
Der Artikel fragt nach der Vereinbarkeit des dreigliedrigen Ansatzes und dem Konzept moderner Zivilgesellschaft vor historischer Kulisse. Er zeigt auf die Grenzen dieses Modells auf, die häufig übersehen werden, und diskutiert was aus der anthroposophischen Forschung für sein besseres Verständnis zu gewinnen ist. Das Aprilheft ist auf der Website der "Drei" erhältlich.
Posted by BijanK at 3.08.11 12:44
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